Licht und Schatten

Tag 3, Dienstag der 16. August
Die Nacht war wirklich unschön! Regen, extra Brise Wind, damit verbunden, bei Regen Nachts rausmüssen und das Zelt komplett abspannen. Brauchts eigentlich nicht aber das geflatter nervt. Und dann kommt auch noch nen Rentier und ruft, und Schnuppert als wenns neben mir stünde, wenn ich gugge seh ich aber nichts..
Ich werd bestimmt 4 mal wach die Nacht und entsprechend fühle ich mich morgens.. das Wetter is immernoch bescheiden, doch immerhin regnet es nicht, also erstmal Frühstück, mh lecker Cappucino! das Müsli ess ich nicht auf, schwerer Fehler, das Kaloriendefizit hol ich den ganzen Tag nicht mehr auf, ich werde demnächst nur mit Cappucino und nem Riegel starten, und mit dem Frühstück warten bis Hunger da ist.
Da fang ich also grad an zu packen und das Zelt abzubauen, da fängts wieder an zu Nieseln, son Mist, liegt doch alles grad draußen.. also schnell einpacken. Das Zelt ist wirklich sehr nass nach der Nacht und hat bestimmt nen extra Pfund Gewicht!
Der Weg ist dann dem Wetter entsprechend, nicht unbedingt schlammig, sondern eher wirklich nass und schlammig! Dann gibts eben weiterhin nasse Füße, bisher macht denen das nichts aus, wollen wir hoffen das dass so bleibt!
Nach einer Weile erreiche ich die Rasthütte Enkälen, dort mach ich länger Rast, um meine Socken und Füße trocken zu bekommen, der Regen hat nämlich aufgehört und die Sonne kommt raus! Ich quatsche noch etwas mit ein paar Schweden, und nach insgesamt einer Stunde Pause schreib ich mich ins Hüttenbuch ein und gehe weiter.
Das Wetter ist mittlerweile auch wirklich gut, und meine Laune steigt, selbst als ich merke das ich meine Gamaschen verloren habe, die am Rucksack zum trockenen hingen und ich zurück muss um sie wieder zu holen, tut das der Stimmung keinen Abbruch. Ich trällere jede menge schöner Lieder vor mich hin (allesamt selbst vertextet), bis ich an einem gemütlichen Fluss ankomme der laut meiner Karte keinen Namen aber eine Brücke hat!
Hier leg ich eine weitere Rast ein, meine Schuhe beginnen zu Trocknen, was ich mit trockenen Socken feier, so will ich die Feuchte von in dem Schuh herauslaufen. Außerdem spüle ich in dem Fluss meine andren Socken und meine Unterwäsche durch. Ist das eigentlich Umweltverschmutzung? Auch wenn man kein Waschmittel verwendet.. Es sind und bleiben Socken, und Zwar volgeschwitzte!
Ein Helikopter schwirt auch drüber, zur STF Sylarna Fjällstation, bestimmt ein Versorgungsflug. Alles was man in den Stationen hier kaufen kann oder was sonst gebraucht wird, wird im Sommer mit Helikoptern gebracht.
Das erklärt auch den Preis von 40 SEK (Schwedische Kronen) für die Büchse, eine Stunde später als ich oben bin. Aber es schmeckt trotzdem und nen Eis is auch drin! 

da hab ich mir das hier verdient!
Außerdem gibts die Lösung meines Haarproblems (beim wandern nerven mich meine Haare sehr!), ein Buff mit STF Logo!
Wieder warte ich auf trockene Socken und da ich mich ganz gut fühle geh ich weiter, der anschließende Weg um den “Herrklumpen” ist sehr verblockt und erfordert volle konzentration, oben wirds wieder etwas sumpfig, aber dann kann ich schon mein Ziel, einen Namenlosen See, sehen!
Doch was ist denn da los? Da fljegt man eintausend Kilometer durch die gegend.. und will mitten in der Walachei zelten und dann is der Zeltplatz besetzt..
besetzt
okay sieht so aus als wären dort viele annehmbaren Plätze, aber ich will dem jungen Mann da nicht zu sehr auf die Pelle rücken und finde nen Platz etwas weiter am See.
Schön ists hier!
Zeltaussicht!
mit neuem Buff!

Also Zelt aufstellen, Essen machen, und Tagebuch schreiben. Währenddessen ist die Sonne hinter dem Berg verschwunden und mit einem Mal gehts von 19 auf 11 Grad runter uha! Das schreit nach nem heisen Tee!
Gruß Bresh

2 Antworten auf „Licht und Schatten“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.