Tag 2, Hoch hinaus

Montag der 31.07
Nova Pec – Nova Udoli 21,8km ↑862 m / ↓678 m
Heute werde ich mit dem Sonnenaufgang das erstemal munter, und entschließe mich aufzustehen um den ersten Zug nach Nova Pec zu erwischen (geplant war der zweite).
Das Klappt alles sehr gut und bald bin ich in Nova Pec, dann kanns ja losgehen 😉
Am Ortsausgang gibts nen kleinen Laden, dort hol ich mir Brötchen, Käse und ne Cola. Dann folge ich kurz dem Schwarzenberg Kanal (ein alter Flößer Kanal), wenig Später gibts dann auch die erste Rast, und dann gehts weiter. 

Ich laufe direkt nach Österreich und lass mich an der Grenze fotografieren. Dann wirds anstrengend. Es geht auf den Plöckenstein (Plechy). Auf der Grenze zwischen Österreich und Tschechien gehts hoch, immer steiler und steiniger.

Bald keuch ich wie ne alte Dampflok, aber dann komm ich doch noch oben an. 700 Höhenmeter waren das! Man oh man.. Die Aussicht hier oben entschädigt aber alle mal, und ich kann schon zur Dreisesselstein-Baude schauen, dort solls die Rast geben!
Auf dem Weg dort hin bleibt es steinig, und nach Österreich hin gehts steil runter. Nach einer Weile erreiche ich den Dreiländerpunkt Tschechien, Österreich und Deutschland. Nicht mehr weit bis zum Bier!

Es dauerte wirklich nicht mehr lange und ich war an der Schänke, dort gabs ein Eis und ein Radler (Für Bier war mir die Sonne zu prall^^), naja der Rest war dann Unspektakulär, ich bin am Kanalanfang vorbei dann runter bis zum Übernachtungsplatz Nova Udoli. 
Hier bleib ich heute, die nochmals 16 Km bis zum nächsten Platz sind mir zu weit für nen ersten Tag^^
Grüße, euer Böhmerwald-Bresh

Tag 3, im Zeichen der Sonne

Dienstag 1. August
Nova Udoli – Bucina 30,2 Km ↑819 m / ↓447 m
Der Zeltplatz ist gerstern noch ganz schön voll geworden, und das geschnatter ging bis tief in die Nacht. Irgendwann konnte ich dennoch einschlafen und bin dann als erster wach geworden.
So leise Wie möglich hab ich abgebaut und bin zum Frühstück erstmal runter in den Ort.
Dann konnte es losgehen, der Weg führte heute immer entlang der Grenze durch Dörfer welche nach dem Krieg aufgegeben wurden, um Platz für den eisernen Vorhang zu machen.
Mein Highlight war das Dorf Schönberg, in dem ein Gedenkstein zu ehren eines vom Blitz erschlagenen Steuereintreibers stand.
Der hatte wohl schlechtes Karma^^
Mittlerweile wurde es recht warm, gegen Mittag erreichte ich Strazny, bzw die Tankstelle dort, und gönnte mir bei 30 Grad nen Eis. Nach einer Pause ging es dann weiter. Weiterhin durch einen schönen Mittelgebirgswald.
Zwischenzeitlich stieg das Quecksilber auf über 33 Grad. Die Hitze setzte mir ganz schön zu, und Ewigkeiten vergingen bis zum nächstem Bach.
Mittlerweile spürte ich auch langsam körperliche Reaktionen auf die Demmse, soll heißen mir wurde latent übel.
Mehr war aber nicht und mit erhöhtem Pausenintervall bin ich am Gasthof kurz vorm Ziel angekommen.
Dort gabs zwei Radler und Gulasch! Daumen hoch dafür.
So gestärkt war der Rest nen Klacks.
Hier gibts sogar nen Pärchen was englisch spricht, und so unterhalten wir uns noch ein wenig.
Schön ists hier!
Gruß euer Hitzschlag-Bresh

ein Stück eisener Vorhang

Der Blick heißt “Alpen Aussicht”

Tag 4, Gut erholt in den Tag

Mittwoch, 2. August
Bucina – Polednik 25,1 Km ↑649 m / ↓457 m
Das war eine Nacht die ich so schnell nicht vergessen werde!
Nachdem ich mich gestern Abend noch ein wenig unterhalten habe, bin ich dann echt erschöpft zu Sack gegangen und direkt eingeschlafen.
Naja.. aber nicht lange, denn gegen Mitternacht frischt der Wind so sehr auf das ich wach werde und entferntes Donnergrollen stimmt mich auf die folgende Show ein. So ein Mist dabei war doch gar kein Gewitter vorhergesagt. Was dann kommt ist echt beeindruckend.
Blitze und Donner im Sekundentakt, da braucht man keine Zeit stoppen um zu guggen wie weit das weg ist. Dazu die Wiindböen das mir angst um Zelt wird. Man O Man! das war nicht schön.. noch dazu weil ich mit meinem Zelt auf einer Lichtung auf einer der höheren Erhebungen in der Gegend stehe.
Mittlerweile schläft hier niemand mehr, und die Gruppe welche nur draußen auf ner Plane schlief flüchtet zu einem Unterstand.
Das ganze Schauspiel dauert über eine Stunde bis das Unwetter über uns hinweg gezogen ist.
Gegen 2 is der Ruhepuls endlich wieder unten und ich kann weiterschlafen, bis mich gegen 5 noch mal ein Starkregengebiet mit heftigen Böen weckt. die Böen sind bald vorrüber also kann ich nochmal ein wenig schlafen.
Als ich dann wach werde ist es schon richtig Hell, und es regnet nicht mehr.
Naja nach dem Frühstück gehts heute also etwas später los.
Zuerst liegt die Moldauquelle am Weg, das lass ich mir nicht entgehen, immerhin weißt mich ein Schild darauf hin das dass Quellwasser der Manneskraft sehr zuträglich sein soll^^
Der restliche Weg heute ist zwar schön aber fast frei von Höhepunkten, so geht es beinahe durchweg auf asphaltierten Wegen nach Modrava, das ist ein Ort der nur aus dutzenden Hotels und einem Parkplatz besteht.
Dann geht es an einem Bach entlang (asphaltiert) zum Fuße des Polednik, um anschließend da rauf zu klettern.
Die Baude hier hat leider nur noch kalte Küche, also bleibt es bei nem Radler und nem Bier für mich^^
Naja auf das die folgende Nacht ruhiger wird!
Euer Gewitter-Bresh
Zwischen den beiden …

…Markern habe ich gezeltet

Der Ort des Grauens

Hier müssen Radfahrer besonders aufpassen

Der Gipfel des Polednik

Tag 5, irgendwann ist immer das erste mal

Donnerstag, 4. August
Polednik – Zelezna Ruda 24,2 Km ↑509 m / ↓982 m
Nachdem ich gestern gemerkt habe das es keine Schänke auf dem Polednik gibt, hab ich also selber kochen müssen. Aber gut das ging dann auch noch.
Lange sah es so aus als wenn ich der einzige wäre der die Nacht da oben verbringen will, aber dann kamen noch zwei bekannte Gesichter vom letzten Zeltplatz und später noch zwei Zeltgemeinschaften. Die eine, bestehend aus 2 jungen Kerlen und nem Hund, sollte mich in der Nacht noch wach bekommen. Nur so viel, erstens: ich habe noch nie über 1300 m gezeltet und zweitens: ich war Schwuler Liebe noch nie so nah.. Ausdauernd waren die =D
Die haben bestimmt auch aus der Moldauquelle getrunken 😉
Nach fast ner Stunde war dann wieder Ruhe und ich um die Erkenntnis reicher, das nächste mal Ohrenstöpsel mitzunehmen^^
Der Start in den Tag war dann wie immer, ich war als erstes vom Zeltplatz weg. Habe dann aber noch einen Tschechen getroffen der seit 7 Jahren in Schottland wohnt und arbeitet. Mit ihm hab ich dann noch etwas geschnackt, dann bin ich los.
Kurz unter dem Gipfel kam eine ansehnlich eingefasste Quelle, bei welcher ich mein Wasservorat aufgefüllt habe und anschließend ging es durch eine schöne Mittelgebirgslandschaft.

Gegen Mittag erreichte ich dann den See “Jezero Laka”, ein traumhafter Ort für eine Rast, hier habe ich mir auch noch eine Weitere Tütensuppe gemacht, ich trage eh zu viele davon rum, dank der ausreichend vorhanden Schänken!
Die restlich Strecke war nicht minder schön, aber zog sich etwas. Ich mag Asphalt-laufen nicht sonderlich.
Aber die Krönung des Tages war die deutsche Wanderkarte die ich mittlerweile nutze, da sind Wege drauf die gibts garnicht, zumindestens nicht in echt..
Dementsprechend wenig direkt bin ich in Zelezna Ruda angekommen, der Track auf dem Garmin sieht lustig aus.
Hier auf dem Zeltplatz ist es richtig gut! Endlich ne Dusche, und warme Küche gibts auch!
Auch für Fußgänger geeignet!
Morgen gehts dann wieder Heim.
Einen letzter Gruß aus dem Böhmerwald sendet euch euer Wander-Bresh

Packliste Schottland 2017










Gewicht Menge Gewicht Bemerkung

1x Gesamt
(in g)

am Körper
(in g)

Kleidung –> 1957


3018
Merino Shirt 228 228 2
1 228
Shorts 52 104 3
1 52
Wollsocken 82 164 3
1 82 2 Paar zum Wandern 1 Paar zum Schlafen
Zip-Off Hose 534 0 1
1 534
Icebreaker merino Jäckchen 408 0 1
1 408
Merino Leggins 216 216 1
0 0 Schlafen
Merino Longsleave 270 270 1
0 0 Schlafen
Regenhose 180 180 1
0 0
Regenjacke 239 239 1
0 0
Handschuhe 69 69 1
0 0
Buff 37 37 2
1 37
Sonnenbrille 29 0 1
1 29
Gürtel 104 0 1
1 104
Crocs 450 450 1
0 0
Wanderstiefel 1544 0 1
1 1544
Schlafen –> 2733


0
Hubba NX 1300 1300 1
0 0
Fleece-Packbeutel 100 100 1
0 0 Kopfkissen/Kleidungsaufbewahrung
TaR Prolite Plus R 670 670 1
0 0
Astucas Quilt 663 663 1
0 0
Küche –> 674


0
Trinksystem 2L 104 104 1
0 0
Feuerzeug 12 12 1
0 0
Toaks 900 inkl Deckel 106 106 1
0 0
Toaks Beutel 17 17 1
0 0
Tasse 56 56 1
0 0
Schlauchkocher (Gas) 194 194 1
0 0
Lappen 19 19 1
0 0
Löffel 15 15 1
0 0
Wasseraufbereitung 92 92 1
0 0 Sawyer mini, Micropur
Schweizer Taschenmesser 92 92 1
0 0
Platypus 2L 36 36 1
0 0
Technik –> 2015


2812
Case für Smartphone 29 0 1
1 29
Smartphone 151 0 1
1 151
Mini Tastatur 184 184 1
0 0
Tüte mit Kabeln 77 77 1
0 0 UK-USB Adapter, 2 USB auf Micro USB Kabel
Sistech TOUGH 9000 266 266 1
0 0 Powerbank
Tolino (inkl, Schutz) 221 221 1
0 0
LED Lenser 165 165 1
0 0 Stirnlampe
Kopfhörer 15 15 1
0 0
Casio Pro Trek 67 0 1
1 67 Armbanduhr
Pentax K-50 666 0 1
1 666 Spiegelreflex
Sigma 17-50 mm F 2.8 605 0 1
1 605
Pentax 55-300 mm 527 0 1
1 527
Sirui T-005X 1087 1087 1

0 Stativ
Kameratasche 767 0 1
1 767
Hygiene, Kosmetik –> 417


0
Microfaserhandtuch 153 153 1
0 0
Haargummi 2 2 1
0 0
Kulturbeutel 69 69 1
0 0
Sonnenschutzmittel (LSF 50) 45 45 1
0 0
Kamm 7 7 1
0 0
Zahncreme 60 60 1
0 0
Zahnbürste 21 21 1
0 0
Klopapier ca ½ Rolle 10 10 1
0 0 das gute einlagige ausm Campingbedarf!
Hirschtalg 50 50 1
0 0
Handsanitizer
0 1
0 0
Rucksack & Taschen –> 1298


0
Osprey Talon 44 1070 1070 1
0 0
NonameStrap mit Plastikverschluss 8 48 6
0 0
StS nano 4L 18 18 1
0 0
StS nano 8L 23 46 2
0 0 Schlafsack, Iso Matte
Knautschrucksack 71 71 1
0 0
Müllbeutel 45 45 1
0 0 Rucksackliner, Transporthülle
Kleinkram & Sonstiges –> 448


571
Butterfly Wallet 7 7 1
0 0
Wanderkarte 62 62 2
1 62
Trekkingstöcke 509 0 1
1 509
Paracord 45 45 1
0 0 Ca 5 m
Erste Hilfe Täschlein (inkl. Füllung) 75 75 1
0 0 Blasenpflaster, Ibu, Octinisept, Div Pflaster
Voltaren 69 69 1
0 0
Werkstatt Zip 76 76 1
0 0 Feuerzeug, Kabelbinder, TaR Flickset, Reperaturhülse, Seamgrip, Sekundenkleber, Nadel + Angelsehne, Gaffa Tape
Snoseal (+Lumpen) 98 0 0
0 0
Stift 17 17 1
0 0
Notitzblock 57 57 1



Karabiner 10 20 2
0 0
Taschentuch 20 20 1
0 0
Verbrauchsgüter –> 3780


0
Essen / Tag 600 2400 4
0 0
Wasser á 1 Liter=1000g 1000 1000 1
0 0
Gaskartusche 230er 380 380 1
0 0










13322
6401

Rucksackgewicht
Körpergewicht
Zuladung im Rucksack
12252




Basisgewicht
9542




Big 3
3703







Gesamtgewicht





19723

Tag 1, Anreise mit Hindernissen

Montag 15. Mai 2017
Inverness Station – Campingsite (ca 4. Kilometer)

Um sechs aufstehen ist nie ein guter Start in den Tag hat ein weißer Mann mal gesagt.. Und da könnte was dran sein.
Wie dem auch sei. Ich bin um sechs los zum Flughafen, und bin auch deutlich vor meinem Abflug an der Gepäckaufgabe, muss man aber automatisiert an nem Computerterminal machen sagt man mir nachdem ich 20 min anstand.. also los an das Terminal, das funktioniert nicht, also wieder neu anstellen.. und das um diese Uhrzeit.. machnmal bemittleide ich mich selber.. Nachdem mir der Schaltermensch erklärt das ich mein Namen nicht schreiben kann, gehts dann auch weiter. (ich glaub schon das ich meinen namen schreiben kann.. vielleicht sollte der Computer mal Umlaute und Sonderzeichen lernen?)
Naja.. dann gehts nach Düsseldorf, umsteigen. die Schlange an der Passkontrolle is echt 100 Meter lang durchs halbe Terminal, aber ich bin rechtzeit am Gate zum zu erfahren das mein Flug bald 3 Std später geht, erst is angeblich jemand krank, dann war was mit dem Flieger..naja egal dafür gibts nen 5€ Gutschein, super Sache, als es dann losgeht, bin ich auch wieder klar, und nicht mehr ganz so sehr euphorisiert von dem Gutschein.
Immerhin die fliegen ab…
Und abgesehen davon das wir am Zielflughafen in Glasgow stehen wie bestellt und ni abgeholt (man “vergisst” 20 minuten lang jemand mit ner Treppe an den Flieger zu schicken) lief alles glatt. sogar das Gepäck is da! Der Kurze Aufenthalt in Glasgow is ereignislos. Gas hab ich bei Tiso gekauft (Schraubkartusche) Und weiter mitm Zug nach Inverness, nach 15 Stunden Reisezeit bin ich dann endlich da, mach nen Bild vom Schloss, und lauf die ersten hübschen Kilometer in Schottland auf dem Great Glenn Way.
Nun bin ich aufm Zeltplatz und hab den Anreisetag geschafft, morgen kanns richtig losgehen!
Grüße euer Highland Bresh
und denkt immer daran, es kann nur einen geben!

Tag 2, nicht jede Überraschung muss schlecht sein!

Dienstag, 16. Mai 2017
Inverness Camping Site – Abrachian Camping Site (ca. 28 Kilometer)

Woran merkt man am ehesten das man in Großbritannien ist?
Richtig an den kulinarischen Spezialitäten.. Also los in den Tag mit Haferschleim, oder Poredge wie der Brite sagt.. Sieht übrigens nur so eklig aus, schmeckt an sich aber ganz gut.
Nach dem schönen Frühstück gehts dann zeitig los, heute müsste laut plan ne lange Etappe sein, und ich will mir offenhalten sie evtl wirklich so zu gehen, bis nach Drumnadrochit, sinds aber so 30km minus das was ich gestern geschafft hab.
Also dann mal los, ich bin ziemlich schnell aus der Stadt raus, und genieß nochmal den Blick zurück runter nach Inverness, bevor es in einen schönen Wald geht, dort fällt mir nach knapp 2 Stunden Laufzeit auf das meine schicke petrolfarbene Merinojacke weg is.. dabei macht die doch so nen schönen schlanken Fuß 😉 Also umdrehen hoffentlich isse noch ni lange weg, aber als ich dann in Inverness einen Hundefreund anspreche und er mir sagt wo er so eine schöne Jacke sah hab ich die Gewissheit, das ichse fast ganz zu begin verloren hab, leider hat sie aber schon jemand weggebracht, naja ich werd dann nachm Urlaub mal versuchen sowas wie nen Fundbüro in Inverness ausfindig zu machen, nach dem Blick auf Uhr und Wetterbericht, entscheide ich mich dann das ich nicht noch bis zur Einkaufsmeile in Inverness gehe um ne neue zu holen, bis Fort William sollte die Regen/Windjacke reichen. Wütend auf mich selber, das ich die Jacke griffbereit haben wollte und sie deshalb nur am Rucksack eingeklemmt hab, stapfe ich also wieder den Berg hoch und setz meine Wanderung fort.
Bis nach Drumnadrochit werd ich heute sicher nicht mehr laufen, mit den ca 12km Umweg. Nach ca 15km kommt eine gute Wasserstelle, (die erste abgesehen von nem Teich am Stadtrand) also inkl Umweg doch wieder 28 Km für heute.. und das am esten richtigen Tourtag..
Sorry meine armen Füße!
Die letzten 10km werden wie erwartet dann nicht ganz so schön, und vom Wetter her sehr interessant!
Kaum habe ich mich wegen der brennenden Sonne (bin mittlerweile ausm Wald raus) eingecremt, kann ich die Windjacke ausprobieren.. mit einem mal Böiger Wind der es schafft mich (!!!) zwei mal auszuheben. Kurz danach hab ich dann noch zwei schöne Regengüsse abbekommen, und konnte somit die Decathlon Regenkluft ausprobieren (hat bestanden).
Gegen ende der Etappe stand dann ca 6-7 Kilometer auf Asphalt laufen an, inkl fast umgefahren werden, jetzt taten mir meine Füße wirklich leid.
Hoffentlich wird die Etappe nich zur Hypothek für die kommenden Tage!
Aber dann, und damit zur freudigen Überraschung des Tages, tauchen auf einmal Schilder auf, die heiße Schokolade und allerhand andere Leckereien versprechen! Auch ein Campingplatz solls hier geben, das is der Motivationsschub der mir fehlte. Kurz nachdem man die Straße verlässt, ca. 500 Meter (ich pack hier später ne Karte rein) is tatsächlich ein Zeltplatz mit allerhand Annehmlichkeiten! Don weist mich ein und ich bestell mir erst mal ne heiße Schokolade, nach dieser und den Keksen bin ich ziemlich glücklich!
Funfact: Hier braucht man keinen Bearbag, sondern nen Schweinebeutel, im ernst, Don hat nen Hausschwein, und damit das nich ans Essen und die Zelte der Wanderer geht werden diese angewiesen ihr Essenssack in nen Baum zu hängen! Und wenns Schwein aufdringlich wird, naja Don reicht mir nen Stock zum verscheuchen rüber =D
Nun lieg ich hier und erhol mich von meinem Tag, zum Glück keine Blasen, und schreibe Blog, is extrem Windig hier! Aber sonst sehr idyllisch, gibt sogar nen Klo!

Euer Schweinefreund-Bresh =D
PS: Wenn ihr den Blog per Mail abonniert, müsst ihr auch den Bestätigungsmail (evtl. im Spamordner) anklicken, sonst gehts nicht 😉
Wetterausicht am morgen

Blick zurück nach Inverness

Tag 3, läuft bei mir!

Mittwoch, der 17. Mai
Abrachian Camping Site – Loch Ness View (ca. 28 Kilometer)

Nach einer recht windigen Nacht, werde ich gegen sechs wach und stelle fest das ich im “Isomatten-Schlafen” noch außer Form bin, dementsprechend steif fühl ich mich am morgen.
Aber auch wenn ich mich bewege wie ein alter Mann, bekomm ich meinen Zeltplatz wieder hergerichtet, und mich selbst abreisebereit.
Die ersten Kilometer braucht mein Körper noch um sich damit abzufinden das er laufen soll, aber dann läufts bei mir. Spätestens als ich das erstemal Loch Ness zu Gesicht bekomme, sind alle wehwehchen vergessen, bei traumhaftem Wetter gibts meine erste Pause des Tages, mit Aussicht!

Auf dem Weg runter nach Drumnadrochit hab ich Mitleid mit den Wanderern die hier hoch “müssen” und mach nach ner Stunde unten erstmal Pause zum Füße ausruhen.
Meine alte Wanderweisheit, “100 Höhenmeter auf einen Kilometer sind knackig, aber ab 300 auf drei Kilometer hört der Spaß auf!”, trifft auch hier zu.. es sind ca 250 hm auf Zwei Kilometer zu bewältigen.
Wie dem auch sei, für mich gehts dann in den Ort rein, und ich hohle mir was leckeres zum Mittag und genieß das Wetter am Stadrand bei einer ausgedehnten Pause bevor auch ich wieder hoch “muss”. in dieser Richtung allerdings nicht ganz so schlimm. Die zweite Tageshälfte bleibt weitestgehend ereignislos, und so komme ich an meinem heutigen Ziel, einem Windschutz und Aussichtspunkt oberhalb von Loch Ness an.
Die Aussicht ist wirklich überwältigend schön hier, und das Wetter spielt auch noch lange mit, ehe ich mich zu Sack begebe.
Besoffen vor tollen Eindrücken Tippe ich hier meinen Blogeintrag darnieder, und wünsche euch allen eine schöne Zeit =)
Gruß euer Zufriedenheits-Bresh

Tag 4 auf und ab

Donnerstag der 18. Mai
Loch Ness View – Fort Augustus Camping Site (ca. 22 Kilometer)

Die Nacht war sehr ruhig obwohl die exponierte Lage eigentlich nich wirklich dafür sprach, das gute Wetter und die kleine Schutzmauer taten wohl ihr übriges..
Naja nach einem schönen Morgengrauen ging es dann recht bald los, noch ein wenig höher auf um die 400 Meter, Loch Ness liegt bei so 25, da warten wieder schöne Aussichten und dann gehts oberhalb der Baumgrenze weiter, das Wetter bleibt mir hold und langsam bekomm ich Farbe =D
Ich bin schon gegen 10 in Invermoriston (meinem eigentlichen Ziel für gestern) und nach kleiner Rast mit der schlechtesten Wiener im Teigmantel die ich je hatte, gehts wieder weiter auf der High Route des Great Glenn Way.
Der Anstieg hat es echt in sich, gefühlt konnte ich, wenn ich aufrecht stand, mit ausgestrecktem Arm den Boden berühren, in echt fehlten ein paar Zentimeter.
Als ich dann oben bin kann ich das erste mal das Ende von Loch Ness sehen, mit meinem heutigen Ziel, Fort Augustus.
Aber bis dahin gehts noch einige Kilometer schön auf dem Höhenzug durch die Sonne.
Die ein oder andere Verschnaufpause ist auch noch drin, bevor es dann nach Fort Augustus runter Geht, bis Fort William werde ich nun drei Tage ohne groß Höhenmeter haben.
Da angekommen treffe ich 2 Briten wieder die ich am Anfang im Zug nach Inverness traf, und dann nach der Jacken Geschichte verlor, wir haben uns dann direkt für den Pub heute abend verabredet.
Also rauf auf den Campsite und duschen, Wäsche waschen und sowas.
Dabei habe ich auch noch einen schweizer (entgegen gesetzt unterwegs) und 2 deutsche kennen gelernt die dann mit ins Pub sind.
Da gabs bissi Bierchen und Haggis!
Damit habe ich die erste schottische Spezialität vertilgt, sieht aus wie tote Oma und schmeckt recht ähnlich.
Und zu guter letzt.. ich liege von den Etappen her wieder im Plan, trotz der Jacken-Story!
Mal sehen wie die nächsten drei Tage werden, da gehts fast ausschließlich am Kanal lang, der die drei Seen hier und Nordsee und Atlantik verbindet.

Euer Haggis Bresh
PS: Das Handysignal ist hier echt schlecht, oft würde es noch reichen zum telefonieren, aber Internetz is nicht, von daher mal sehen wies weitergeht.
Haggis!

Tag 5, Drei Lochs sind besser als keines

Freitag der 19. Mai
Fort Augustus – Glas dhoire (ca. 20 Kilometer)
Als ich heute wach werde, seh ich auf dem Zeltplatz erstmal sehr viele Vögel, Amseln und Finken die Würmer naschen. Der frühe Vogel fängt den Wurm sagt man ja.. also lass ich ihn machen und dreh mich nochmal um.
Später als ich dann beim Frühstück sitz, bewunder ich grad einen Buchfink, wie er so auf meinem Stiefel sitzt (das sah sehr possierlich aus), als er mir einfach so in den Schu kackt.. Mistvieh!
Meine Zuneigung ist dahin, und ich verscheuch ihn.
Nicht viel später mach ich dann los, der weg ist zu beginn sehr öde, etlang eines Kanals, welcher Loch Ness mit Loch Oichy verbindet. Der See ist dann wieder schön anzuschauen, auch wenn der Weg fast ausschließlich in einem rückgebauten Gleisbett verläuft. Insgesammt ist der Weg heute nicht so abwechslungsreich wie die letzten Tage, und fast alles auf Forststraßen oder vergleichbarem Untergrund. Das bleibt jetzt auch bis Fort William so, dann gehts erst wieder Hoch in die Highlands.
Ich folge also Loch 2, bis zum nächsten Teil des Kanals, und dann weiter zu Loch Lochy, dort ist auch Schluss für heute, an einem Offiziellen Wildcampplatz! die Aussicht ist hier auch sehr schön und so steht das Zelt schon vor 4!

Grüße euer Feldweg-Bresh
Und da es hier Internetempfang hat direkt noch ein paar Bilder